Die Zukunft lässt sich nicht mehr beschließen!
Bürgermeister fordern von Ministerpräsident Seehofer mehr Unterstützung für Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung
Die Gemeinden in Bayern stehen heute vor großen Herausforderungen. Der demografische Wandel, der Klimawandel und – ganz aktuell – die Folgen der Finanzmarktkrise lassen sich nicht mehr allein durch Gemeinderatsbeschlüsse bewältigen.
Nur gemeinsam mit den Bürgern lassen sich neue soziale Netzwerke oder Nachbarschaftshilfen aufbauen. Nur gemeinsam mit den Bürgern können neue Wege bei der Energieeinsparung oder beim Aufbau von Nahwärmenetzen erfolgreich beschritten werden.
Wenn Bürgerinnen und Bürger mitwirken sollen, setzt das aber voraus, dass sie sich an der Lösungsfindung von Beginn an beteiligen können. Nur wenn sie bei der Gemeindeentwicklung einbezogen sind und bei Planungsprozessen mitbestimmen können, werden sie hinterher auch bei der Umsetzung aktiv mitwirken.
Seit 2008 haben sich vierzig bayerische Gemeinden und Regionen zum Netzwerk Nachhaltige Bürgerkommune zusammengeschlossen. Das Netzwerk erprobt und fördert neue Formen der Bürgerbeteiligung und des bürgerschaftlichen Engagements. In der gemeinsamen Plankstettener Erklärung vom Dezember 2008 fordern die Netzwerkmitglieder, dass der Staat die Gemeinden im Sinne des Subsidiaritätsprinzips aktiv und gezielt durch Beratung, Qualifizierung sowie finanzielle Hilfen bei der Bürgerarbeit und der Bürgerbeteiligung unterstützt.
Die Plankstettener Erklärung wurde von den Sprechern des Netzwerks, Bürgermeister Albert Höchstetter und Bürgermeister Hans Wiesmaier, im Anschluss an die politische Kundgebung am Berchinger Rossmarkt am 4. Februar 2009 offiziell an Ministerpräsident Horst Seehofer übergeben.

